Grundschule Marktl
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Rekord: 1412 Personen rannten 11438 Kilometer

6. Spendenlauf zugunsten eines Waisenhauses in Uganda
rund um den Waldsee

Kirchdorf. Als am 4. Juli 2012 Marianne Reichhart-Plank aus Kirchdorf und Doris Rittel aus Simbach zusammen mit Freunden des Lauftreffs des TSV Simbach den ersten Spendenlauf rund um den Waldsee in Kirchdorf zugunsten des "St. Clare Children Home" (St. Klara Kinderheim) in Aber, Uganda, durchführten, erhofften sie zwar ein gutes Ergebnis, dass er aber eine echte Erfolgsgeschichte werden würde, mochten sie sich damals nicht vorstellen.



Am Vormittag waren hauptsächlich Schulen dabei: Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Marktl machten sich voller Elan und Freude auf die Strecke. − Fotos: Schaffarczyk

Am ersten Spendenlauf 2012 beteiligte sich eine respektable Zahl von 900 Personen, die 2718 Runden liefen, was 5436 Kilometern entspricht. Für die Runden bezahlen Sponsoren Geld, das dem Waisenhaus in Uganda zugutekommt. Mehr Kilometer, dafür weniger Runden

Am 6. Lauf, der am vergangenen Mittwoch bei schönstem Sonnenwetter in der Zeit von 9 bis 19 Uhr ausgetragen wurde, nahmen 1412 Läufer, Geher, Walker und sogar Rollstuhlfahrer teil, die insgesamt 5714 Runden bzw. 11438 Kilometer schafften. Wiederum ein neuer Rekord – 444 Kilometer mehr als im Vorjahr. Jedoch war die Anzahl der bewältigten Runden geringer, was am heißen Wetter gelegen haben durfe.

2016 wurden durchschnittlich pro Läufer 4,36 Runden gelaufen, heuer waren es 4,04 Runden. Bis dato kam in den fünf Spendenläufen ein Geldbetrag von insgesamt 75 000 Euro für den guten Zweck zusammen. Welche Summe in diesem Jahr erlaufen wurde, stellt sich erst in ein paar Wochen heraus, wenn alle Sponsoren das gespendete Geld überwiesen haben.

Bei dem Hilfsprojekt in Amber handelt es sich um ein Kinderheim, das vom SLW (Seraphisches Liebeswerk), dem seit 125 Jahren bestehenden Kinderhilfswerk der Kapuziner in Bayern und Tirol, aufgebaut wurde und unterhalten wird. Darin leben zurzeit 135 Waisen oder Halbwaisen, die durch den Bürgerkrieg im Land unsägliches Leid erfahren haben und vielfach traumatisiert sind. Sie wachsen im Kinderheim ohne Angst auf, bekommen regelmäßig gesunde und ausreichende Nahrung und erhalten eine Schul- und Berufsausbildung, um später ein selbständiges Leben führen zu können.


Links: Ein Teil der über 40 Organisatoren und Helfer. Vorn in der Mitte mit Mikrofon: Kurt Lehner der die Laufgruppen vorstellte, startete und für Stimmung sorgte.
Mitte: Stimmungsvoller Ausklang des Spendenlaufs.
Rechts:Die "Lebenshilfe Braunau" mit Rollstuhlfahrern im Einsatz für den guten Zweck.


Für den Spendenlauf sind über 40 Personen im Einsatz. Der innere Kern besteht aus 14 Mitgliedern der SLW-Ugandahilfe aus Kirchdorf, Simbach und Umgebung. Zunächst müssen Werbung und Laufkarten gedruckt werden, Absprachen mit Rotem Kreuz, Wasserwacht, Zweckverband Unterer Inn getroffen sowie Genehmigungen eingeholt werden.

Auf den Laufkarten tragen Helfer die Namen der von den Schulen abgestellten Schüler ein. Direkt vor dem Lauf richten Mitarbeiter des Zweckverbandes Unterer Inn die Laufstrecke her. Außerdem sind Markierungen zu setzen und Absperrungen einzurichten. Zu guter Letzt müssen noch Zelte für die Essens- und Getränkeausgabe, eine Bühne und der Start- und Zieldurchgang aufgebaut werden. Beim Lauf selbst gibt es eine "Anmeldung", wo die Teilnehmer ihre Laufkarten erhalten. Jede Schule, Klasse, Laufgruppe wird offiziell vom Starter Kurt Lehner losgeschickt. Er stellt die Gruppen vor und heizt die Stimmung an. Wenn die Teilnehmer nach einer Runde an Start und Ziel vorbeikommen, wird diese Runde von einem Helfer abgehakt. Beenden sie ihren Lauf, begeben sie sich zur "Rundenzählung". Das Ergebnis ist entscheidend für den Sponsor, der dafür bezahlt.

Ganz wichtig sind die beiden "Verpflegungsstellen". Die kostenfreie Verpflegung organisiert Kerstin Niedermeier aus Marktl. Sie hat gut zehn Helferinnen um sich, die Brote schmieren, Wassermelonen portionieren, Tees und Getränke herrichten und ausschenken. Für 70 bis 80 Kuchen sorgen Mitglieder der Frauenbund-Vereine Kirchdorf und Seibersdorf, aber auch Freunde sowie Mütter von Schulkindern.

Band sorgt am Abend für Stimmung am Waldsee Während der Vormittag hauptsächlich den Schulen gehört, laufen am Nachmittag vornehmlich die älteren Semester. Viele nehmen sich Zeit, um nach dem Lauf am Waldsee zu entspannen. Für Stimmung sorgte dabei unentgeltlich die Musikschule "La Musica" von Ercole Caputo mit "Christls-Koa Panik-Band" aus Pfarrkirchen mit der Bandleaderin Christiane Veith.

- Johannes Schaffarczyk




Fotos: Grundschule Marktl

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